AfD-Politikerin Jessica Bießmann soll ausgeschlossen werden [UPDATE]

Am 14.10.2018 berichtete TAG24, dass ein „Twitter-User” auf dem Account von Jessica Bießmann ein Foto gefunden hat! So weit noch nichts ungewöhnliches, wenn ich dort gucke, finde auch ich reihenweise Fotos in den verschiedenen Accounts.

Jessica Bießmann via Twitter

Nun wurde aber entdeckt, dass auf dem Hängeschrank hinter ihr sogenannte Flaschen mit sogenannten „Hitlerwein” stehen, deren Etiketten ein Konterfei von Adolf Hitler zeigen und deren Besitz in Deutschland zwar erlaubt, die Veröffentlichung von Fotos oder Zeigen der Flaschen in der Öffentlichkeit verboten ist, ebenso wie der gewerbliche Handel mit diesen.

Laut Jessica Bießmann entstand dieses Foto vor 10 Jahren, also 2008, in der Wohnung eines Freundes, mit dem sie im Übrigen heute keinen Kontakt mehr hat. Die AfD wurde aber erst am 6. Februar 2013 gegründet, also 5 Jahre nach dem Entstehen dieses Fotos!

Deshalb verstehe ich nicht, dass der Berliner Landesvorstand der AfD am 15.10.2018 einstimmig beschlossen hat, wegen diesem Foto ein Parteiausschlussverfahren gegen Jessica Bießmann zu führen. Könnte es sein, dass man beim Landesvorstand wegen der Ankündigung des Verfassungsschutzes, bis zum Jahresende eine Entscheidung darüber zu fällen, die AfD unter Beobachtung zu stellen, jetzt überreagiert?

Update: Am 07.11.2018 hat die Berliner AfD-Fraktion Jessica Bießmann aus der Fraktion ausgeschlossen. Offizielle Begründung war dieses Foto. Ich jedoch denke, dass man sie ausgeschlossen hat, weil sie offen auf der Seite von Björn Höcke und damit im Widerspruch zur vorherrschenden Ansicht der Berliner Fraktion steht. Man muss Björn Höcke nicht mögen, aber respektieren sollte man ihn und seine Arbeit für die AfD und damit für unser Land schon. Doch dies scheint den Mitgliedern der Berliner Fraktion egal zu sein. Solche Vorgehensweisen könnten zur Spaltung der AfD führen!

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